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Reisebericht des Blauen Kreuzers in die Provence

From Sunday, 12. June 2011
To Wednesday, 15. June 2011

Ein Reisebericht unseres IG Mitglieds Jörg Peters  


„Blauer Kreuzer“ auf Tour

Unter e34-Fans gilt der 540i mit 6-Gang-Getriebe zum einen aufgrund seiner geringen Stückzahl von nur 797 Stück als auch wegen seiner Motor-Getriebe-Charakteristik als besonders begehrenswert. Im Jahre 1997 kaufte sich mein ältester Schulfreund Roberto einen solchen Wagen. Mehr aus Spaß sagte ich damals zu ihm, dass, wenn er ihn mal verkaufen wollte, er sich doch bitte bei mir melden sollte. Das Ergebnis seines vor einigen Monaten erfolgten Telefonanrufes kann man auf den nächsten Seiten sehen…

Da es Roberto aus beruflichen Gründen schon vor vielen Jahren in die Schweiz verschlagen hat, war die ursprüngliche Heimat des „Blauen Kreuzers“ Genf. Nun lebt ein befreundeter IG-Kollege seit vielen Jahren mit seiner Familie in der Provence und ein Besuch en passant ist nicht so einfach. Somit dachte ich mir, schlag’ doch zwei Fliegen mit einer Klappe: Den „Blauen Kreuzer“ noch mal seine Heimat sehen zu lassen und ein kleines IG-Treffen in der Provence durchzuführen. Gesagt, getan; mit Roberto und Werner einen Termin vereinbart und los ging’s…

Pfingstsonntag auf die Straße und auf der A5 Richtung Schweiz. Bei schönstem Wetter mussten der Kreuzer und ich uns jedoch erst in Geduld üben, bis die Baustellen ein Ende hatten und eine artgerechte Fortbewegung möglich war. Schließlich waren wir dann recht zügig am „Tor zur Schweiz“ angelangt, wie die ungewöhnlich designte Autobahnraststätte Pratteln-Nord genannt wird. Bei fast 30° schnappten wir dann kurz frische Luft.

Über Bern und Lausanne ging es dann ganz gemütlich nach Genf. Umgestiegen in den „smarten“ Stadtwagen schlechthin ging es dann auf eine kurze Stadttour. Am Platz der Nationen an einem überdimensionalen Stuhl vorbei, dem ein Bein fehlt. Ein Mahnmal für die Opfer von Antipersonenminen; sehr beeindruckend!

Schließlich schnell – so schnell ein Smart halt fährt – auf die „andere“ Seite und von Cologny ein Blick auf Genf. Leider war die Fontäne im Hafenbecken wegen zu starken Windes abgestellt.

Am nächsten Morgen die zweite Etappe der Reise zunächst Richtung Grenoble. Man kann ja über die Mautgebühren der französischen Autobahnen jammern, aber man bekommt für sein Geld auch etwas geboten. Sehr gut ausgebaute Fahrbahnen, fast keine Baustellen und Autobahnraststätten, die zum längeren Entspannen gerade zu einladen. Hier eine kurz nach Chambery…

Wobei natürlich auch die Landschaft ihr Übriges tat.

 

Kurz nach Grenoble endet dann die Autobahn und die darauf folgende Landstraße E712 lässt keine Langeweile aufkommen.

 

In Sisteron sind wir dann wieder auf die Bahn, da ein deutsches Wohnmobil (ein uralter Fiat Ducato) mir dann doch den Spaß am Landstraßenfahren genommen hatte. Außerdem wurde es Zeit für einen schönen, kühlen Rosé bei Werner.

Dort angekommen und herzlich begrüßt musste der Schoppen jedoch noch ein wenig warten, da Werner und Familie mich noch kurz mit der näheren Umgebung vertraut machen wollten. Somit machten wir einen kleinen Abstecher nach Lourmarin, welches als eines der schönsten Dörfer Frankreichs bezeichnet wird. Samt Schloss natürlich…

 

Am Dienstag waren Werners Frau (Arbeit) und Kinder (Schulausflug) beschäftigt, so dass er für mich und den Kreuzer eine kleine Ausfahrt geplant hatte. Zunächst nach Niolon, ein Geheimtipp für Taucher.

Dann stand Marseille auf dem Plan. Photos waren ein wenig schwierig zu machen, da ich die meiste Zeit damit beschäftig war, weitere Beulen am Kreuzer zu verhindern. Nachdem wir uns dann in der Rushhour am Hafen vorbeigeschlängelt haben, ging es dann wieder – im wahrsten Sinne – bergauf.

Blick auf die Hafeneinfahrt und Les Îles Frioul (Frioul Inseln) auf denen Alexandre Dumas' „Der Graf von Monte Christo“ spielt.

Auf der ganzen Strecke gab es Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, die jetzt von Privatleuten gekauft und zu „exklusiven“ Häusern umgebaut werden. Siehe im Hintergrund…

Weiter nach Cassis, wo ein Gaumen- und Augenschmauss auf uns wartete. Zum Schluss wollten wir gar nicht mehr weg.

Wieder im Kreuzer wartete auf uns eine süchtig machende Strasse, die Route des Cretes auf den Cap Canaille (die höchsten Klippen Frankreichs). Oben angekommen hatten wir ein Dauergrinsen auf dem Gesicht, das die Eigner des Eisenschweins wohl missverstanden haben. Denn nach einem kleinen Plausch verließen sie fluchtartig den Ort. Vielleicht waren sie nicht schwindelfrei…

Auf dem Weg zurück wartete dann noch eine Überraschung auf den „Blauen Kreuzer“: Eine Photosession mit Paul Ricard…

 

Zurück bei Werner wurde dann mit kühlen Blonden und IG-Mitglied Pierre Luis der erste Südfrankreich IG-Stammtisch eingeläutet und endete irgendwann am Morgen…

 

Der Rest ist schnell erzählt. Am Mittwochmorgen habe ich mich dann um 11:00 Uhr auf den Nachhauseweg gemacht. Um 15:30 Uhr noch einen Espresso mit Roberto in Genf getrunken und dann schließlich um 21:45 Uhr den Wagen mit knisterndem Kat zuhause abgestellt. Der „Blaue Kreuzer hat in den vier Tagen 2.274 km ohne Probleme abgespult; bei einem Durchschnittsverbrauch von 10,4 Litern…

Nun bleibt mir nur noch meinen Gastgebern Roberto und Werner (insbesondere seiner charmanten Frau) für vier unvergesslich schöne Tage von ganzem Herzen zu danken. Ich hoffe, man sieht sich bald wieder…

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